1. Was ist die Internationale Juristen-Kommission (IJK)

Die ICJ wurde im Jahre 1952 auf einer Konferenz in Berlin gegründet, die sich mit Menschenrechtsverletzungen in Osteuropa befasste. Die Kongressteilnehmer entschieden, dass eine ständige Kommission gebildet werden sollte mit dem Ziel, dem Rechtsstaatsprinzip weltweit Geltung zu verschaffen. Der erste große Kongress der ICJ in Athen beschloss, dass sich die ICJ mit Rechtsverletzungen in allen politischen Systemen auseinandersetzen solle.

Die ICJ organisierte eine Reihe von bedeutenden Kongressen und Tagungen überall in der Welt, besonders in der sog. Dritten Welt, z.B. in Neu Delhi, Lagos und Rio de Janeiro. Diese Tagungen und Konferenzen hatten eine beträchtliche Wirkung. Die genaue Bedeutung des Rechtsstaatsprinzips und seiner Anwendung auf den verschiedenen Rechtsgebieten, insbesondere für das Verfassungsrecht, wurde in den Tagungsergebnissen ausformuliert. Damit hatte die ICJ auch eine große Ausstrahlung auf die Rechtsentwicklung in der sog. Dritten Welt.

Im Jahre 1980 wurde der ICJ der Menschenrechtspreis des Europarates verliehen.

Das Generalsekretariat der ICJ befindet sich in Genf. Dort wird außer der allgemeinen Förderung des Rechtsstaatsprinzips einzelfallbezogene Arbeit geleistet. Dasselbe gilt für die ungefähr 50 selbständigen nationalen Sektionen der Internationalen Juristen-Kommission.

2. Wie hat sich die Deutsche Sektion der Internationalen Juristen-Kommission entwickelt ?

Satzungsgemäß verfolgt die seit 1955 bestehende Deutsche Sektion der IJK ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke staatspolitischer und wissenschaftlicher Art: durch Förderung der Grundrechte und Grundfreiheiten und des Rechtsstaatsprinzips im In und Ausland. Dabei arbeitet sie mit der Internationalen Juristen-Kommission in Genf und den ausländischen, insbesondere europäischen Sektionen eng zusammen. Die Deutsche Sektion hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von Treffen und Arbeitstagungen durchgeführt. Ferner erfolgten Missionen, Prozess- und Wahlbeobachtungen, u.a. zur Durchsetzung von Menschenrechten und fairen Prozessen. Nach der deutschen Wiedervereinigung führte die Sektion Vortragsveranstaltungen in Ostdeutschland durch.

 



Chronik der Deutschen Sektion der Internationalen Juristen-Kommission e.V. als Download

In Kürze finden Sie die Chronik der Deutschen Sektion der Internationalen Juristen-Kommission e.V. hier zum download.




3. Welches sind die Pläne und Zielrichtungen der Deutschen Sektion der Internationalen Juristen-Kommission für die nächste Zeit?

Die Deutsche Sektion der IJK veröffentlicht das Ergebnis Ihrer Jahrestagungen (Referate, Zusammenfassung der Diskussionen, Podiumsdiskussion, Pressemitteilungen u.a.) auf ihrer Internet-Seite (ab Herbst 2008).
Ferner ist sie - neben der Juristischen Studiengesellschaft und der Stadt Karlsruhe - Mitveranstalter der alljährlich am 22. Mai im Bundesverfassungsgericht stattfindenden "Karlsruher Verfassungsgespräche" und führt Vortragsveranstaltungen in Deutschland sowie mehrtägige Studien- und Informationsreisen und Treffen mit führenden ausländischen Juristen durch.

Zwischen anderen europäischen Sektionen und der Deutschen Sektion besteht ein intensiver Meinungs- und Erfahrungsaustausch.



4. Wie ist die Deutsche Sektion der Internationalen Juristen-Kommission organisatorisch aufgebaut ?

Die rund 260 Mitglieder der Deutschen Sektion der IJK sind Persönlichkeiten aus allen Bereichen juristischer Tätigkeiten. Wir sind Richter und Rechtsanwälte, Verwaltungsbeamte, Rechtswissenschaftler, Staatsanwälte, Wirtschaftsjuristen, Notare, rechtspolitische Redakteure u.a. Das Präsidium besteht aus 12 Mitgliedern.

Das Informationblatt können Sie hier direkt downloaden.